Worte an unser Umfeld

Auf dieser Seite sind einige Texte und Gedichte zu finden,

die sehr gut ausdrücken, wie wir fühlen, was wir hoffen und brauchen.

Praktische Ratschläge könnt ihr hier finden:

Segen der Trauernden

Gesegnet seien alle,

die mir jetzt nicht ausweichen.

Dankbar bin ich für jeden,

der mir einmal zulächelt und mir seine Hand reicht, wenn ich mich verlassen fühle.

Gesegnet seien die,

die mich immer noch besuchen, obwohl sie Angst haben, etwas Falsches zu sagen.

Gesegnet seien alle,

die mir erlauben von dem Verstorbenen zu sprechen. Ich möchte meine Erinnerungen nicht totschweigen. Ich suche Menschen, denen ich mitteilen kann, was mich bewegt. Gesegnet seien alle,

die mir zuhören, auch wenn das, was ich zu sagen habe, sehr schwer zu ertragen ist.

Gesegnet seien alle,

die mich nicht ändern wollen, sondern geduldig so annehmen, wie ich jetzt bin.

Gesegnet seien alle,

die mich trösten und mir zusichern, daß Gott mich nicht verlassen hat.

Für alle, die mich nicht verstehen

Sie sagen:

das wird schon wieder...

und

Du bist ja noch so jung!

Sie sagen:

Du schaffst das schon...

Und auch

das Leben geht doch weiter!

Du kannst doch neue Kinder haben

sagen sie...

doch ich sage Euch

warum versteht Ihr nicht –

ich will kein neues.

will nur dieses eine.

Dieses eine Kind will ich zurück!!

Monja Kallus

A Grieving Parent Is...

A grieving parent is someone who will never
forget their child no matter how painful memories are.

A grieving parent is someone who yearns to be with their
dead but connot conceive leaving their living ones.

A grieving parent is someone who has part of a heart as
the rest is buried with their child.

A grieving parent is someone who begs for relief from
the memories which plague them and then feels guilty when they get it.

A grieving parent is someone who pretends to be happy
and enjoying life when they really are dying inside.

A grieving parent is someone who can cry or laugh at
the drop of a hat whenever they remember their beloved child.

A grieving parent is some who feels as if they just lost
their child yesterday no matter how much time has passed.

A grieving parent is someone who fears for their remaining
family because they cannot bear to have any more losses.

A grieving parent is someone who sits by their child's gravestone
and feels a knife stabbing their heart.

A grieving parent is someone who wants to help others who
have lost loved ones because somehow their loss is theirs all over again.

~Judy Skapnik~

Geht behutsam mit uns um, denn wir sind schutzlos.
Die Wunde ist noch offen und weiteren Verletzungen preisgegeben.
Wir haben so wenig Kraft, um Widerstand zu leisten.
Gestattet uns unseren Weg, der lang sein kann.
Drängt uns nicht, so zu sein wie früher. Wir können es nicht.
Denkt daran, dass wir in Wandlung begriffen sind.
Lasst Euch sagen, dass wir uns selbst fremd sind. Habt Geduld.
Wir wissen, dass wir Bitteres in Eure Zufriedenheit streuen.
Dass Euer Lachen ersterben kann, wenn Ihr unser Erschrecken seht.
Dass wir Euch mit Leid konfrontieren, das Ihr vermeiden möchtet.
Wenn wir Eure Kinder sehen, leiden wir.
Wir müssen die Frage nach dem Sinn unseres Lebens stellen.
Wir haben die Sicherheit verloren, in der Ihr noch lebt.
Ihr haltet uns entgegen: Auch wir haben Kummer.
Doch wenn wir Euch fragen, ob Ihr unser Schicksal tragen möchtet,
erschreckt Ihr. Aber verzeiht: Unser Leid ist so übermächtig,
dass wir oft vergessen, dass es viele Arten von Schmerz gibt.
Ihr wisst vielleicht nicht, wie schwer wir unsere Gedanken sammeln können.
Unsere Kinder begleiten uns.
Vieles, was wir hören, müssen wir auf sie beziehen.
Wir hören Euch zu, aber unsere Gedanken schweifen ab.
Nehmt es an, wenn wir von unseren Kindern und unserer Trauer
zu sprechen beginnen. Wir tun nur das, was in uns drängt.
Wenn wir Eure Abwehr sehen, fühlen wir uns unverstanden und einsam.
Lasst unsere Kinder bedeutend werden vor Euch.
Teilt mit uns den Glauben an sie.
Noch mehr als früher sind sie ein Teil von uns.
Wenn Ihr unsere Kinder verletzt, verletzt Ihr uns.
Mag sein, dass wir sie vollendeter machen, als sie es waren.
Aber Fehler zuzugestehen, fällt uns noch schwer.
Zerstört nicht unser Bild. Glaubt uns: Wir brauchen es so.
Versucht, Euch in uns einzufühlen. Glaubt daran, dass unsere
Belastbarkeit wächst. Glaubt daran, dass wir eines Tages
mit neuem Selbstverständnis leben werden.
Euer Zutrauen stärkt uns auf diesem Weg.
Wenn wir es geschafft haben, unser Schicksal anzunehmen,
werden wir Euch freier begegnen.
Jetzt aber zwingt uns nicht mit Wort und Blick, unser Unglück zu leugnen.
Wir brauchen Eure Annahme.
Vergesst nicht, wir müssen so vieles von neuem lernen.
Unsere Trauer hat unser Sehen und Fühlen verändert.
Bleibt an unserer Seite. Lernt von uns.
Für Euer eigenes Leben.
(Text von Erika Bodner)

 Die Verwandlung eines Helden

Jeder Trauernde ist ein Held,

dem unsäglich viel zugemutet wird:

in einer total veränderten Innen – und Außenwelt

muß er Übermenschliches leisten.

Die Zeit der Trauer ist mehr als ein Aufenthalt in einem fremden Land –

Sie ist eine Reise in eine fremde Welt,

und der Trauernde lernt kennen,

dass Sprache von der Erlebniswelt des Fühlens

weit entfernt ist!

Sich mit dieser fremden Welt – innen und außen –

Vertraut zu machen, ist der Trauerprozess.

Wenn der trauernde Mensch sich den Gefahren dieser Reise aussetzt und seinen Weg durch das Unbekannte findet,

 kehrt er verwandelt zurück.

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